Männer Gesangverein Eintracht von 1861
Vernawahlshausen e.V. 
      "Wo man singt da ist es lustig, wo man singt da ist's halt fein..."

Chronik 1860 - 1945  

 


25jähriges Jubiläum und Fahnenweihe 1886 vor dem ALTEN KRVCHAVS ( KRUGHAUS) von 1681 in Vernawahlshausen.
 Dies ist das älteste uns bekannte Foto vom MGV Eintracht, heute ist dort die  Gastwirtschaft Klinge .

Die Balkeninschrift über der Tür:

  WER SICH VERLEST AUF JESUM CHRIST DEM SOL DER HIMEL WERDEN 
DER HER BEHUTE MEINEN AUS UND EINGANG  
 ALTEN KRUGHAUS  ANNO 1681

Man schrieb das Jahr 1860.

Brave Männer unseres Dorfes arbeiteten in den Sommermonaten als Maurer und Zimmerleute in Bremerhaven. Dort besuchten sie ein Sängerfest und waren vom Gesang dieser Männer so beeindruckt, dass sie beschlossen, wenn sie im Herbst nach Hause kämen, auch einen Gesangverein zu gründen.

 Bei ihrer Rückkehr im Herbst fanden sie bei dem damaligen Bürgermeister Eduard Quentin ihre volle Unterstützung.
Als Haupttriebfeder der Vereinsgründung, so wurde berichtet, war der Sangesbruder Herrmann Burghardt genannt „Schulten im Bergerholz“. Bei der Gründungsfeier, die vom 6.–7. Februar 1861 stattfand, wurde der damalige Bürgermeister als 1. Präsident gewählt. Es fand sich auch ein Dirigent, der Musicus Quentin.  Die Singstunden fanden in der Schule statt.  Es wurden zuerst Choräle und geistliche Lieder gesungen, doch allmählich ging man dann zum deutschen Volkslied über.

Nach 25 Jahren - also 1886 - wurde eine Vereinsfahne gekauft und durch den damaligen Pfarrer Dittmar festlich geweiht. s. Bild oben
Dirigenten waren dann hintereinander Kantor Schäfer, Lehrer Teggenthin aus Wiensen, Musiker Tiemann aus Uslar, Lehrer Gerhardt, Musiker Freibott aus Oedelsheim, Lehrer Hugo aus Verliehausen, Lehrer Adami aus Lippoldsberg.

Im Jahre 1936 wurde mit einem großem Sängerfest das 75 jährige Bestehen gefeiert.  Der Verein gehörte auch zu   dieser Zeit dem Sollinger Sängerbund an. 1. Vorsitzender war Karl Jäger und
während des 2. Weltkrieges der  vermisste Sangesbruder Theodor Wissmann.
s. Bild links

Eine Anekdote, die ältere Sangesbrüder gerne erzählten:
Anlässlich des Sängerfestes 1926 in Vernawahlshausen begrüßte der damalige 1. Vorsitzende Theodor Pfeilsticker, genannt Konsumschneider, einen Gastverein mit  "Herzlichen Glückwunsch"
      - aus dem Hintergrund dazu Gottlieb Henne
      - "Zum neuen Jahr"!
Wobei diese beiden die Lacher auf ihrer Seite hatten. Außerdem begrüßte "Konsumschneider" seine Gäste mit folgenden Worten:

"Ich begrüße Euch im herrlichen Schwülmetal mit seinen dampfenden Wiesen und blühenden Eisenbahnen".

Gemäß Kontrollratsgesetz von 1945 wurde der Verein, wie alle Vereine, aufgelöst.

Da sämtliche Unterlagen und Dokumente des Vereins in den Kriegswirren im April 1945 verloren gingen, können wir hier nur das berichten was uns alte Sangesbrüder aus den Anfangsjahren und der alte Kassierer Hermann Nolte überliefert haben.   

Chorgesang in Vernawahlshausen

Wir wollen an dieser Stelle an eine fast schon vergessene Sangestradition erinnern, die der Arbeitergesangvereine.
In Vernawahlshausen gab es in der Zeit von 1922  bis 1933 einen zweiten Gesangverein:
 den Arbeitergesangverein 
" Waldeslust"

MGV- Museum
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