Männer Gesangverein Eintracht von 1861
Vernawahlshausen e.V. 
      "Wo man singt da ist es lustig, wo man singt da ist's halt fein..."

Chronik 1948 - 1960

1948 Widergründung des MGV- Eintracht von 1861 Vernawahlshausen

In vielen alten Sangesbrüdern aus beiden Vernawahlshäuser Chören und jungen Männern in Vernawahlshausen schlummerte der Wunsch wider einen Gesangverein zu gründen, bzw. den alten MGV Eintracht neu ins Leben zu rufen.
Im November 1948 äußerte der damalige Schullehrer Gehard den Wunsch, es möchten doch einige Männer mit den Vernawahlshäuser Schulkindern zusammen bei der Weihnachtsfeier singen.

Daraufhin wurden von Karl Elges alle Männer, die schon mal einem Gesangverein angehört hatten, es gab zwischen den beiden Weltkriegen zeitweise zwei Gesangvereine in Vernawahlshausen, zu einer Versammlung in das damalige Gasthaus Giebert (Verliehäuserstrasse) eingeladen.
Am gleichen Abend wurde der MGV- Eintracht von 1861 Vernawahlshausen wieder zurück ins Leben gerufen.
Alle 38 erschienen Männer traten dem Verein bei. Schon bald erhöhte sich die Mitgliederzahl auf 58 Sangesbrüder!
Wenn Sie
die Mitgliederliste von 1948 einsehen möchten, klicken Sie mit der Maus auf  die Liste links.


    

Erster Chorleiter des Vereins war Karl Henne aus Ahlbershausen. Dieser dirigierte nur kurz den Chor. Abgelöst wurde er von Karl Hans Burghagen, der noch lange nach seiner Chorleitertätigkeit beim MGV enge Kontakte zum Verein pflegte.


B
is zur ersten Generalversammlung am 26. Januar 1949 wurde der Verein vom bisherigen 2. Vorsitzenden des MGV Johann   Herbold geleitet.
Bei dieser Generalversammlung , nach der Widergründung im damaligen Vereinslokal  Giebert, wurde in geheimer Wahl Karl Elges (s. Bild links)   zum 1. Vorsitzenden gewählt.
2. Vorsitzender Johann Herbold, Kassierer wurde Hermann Nolte, Schriftführer Wilhelm Henne (Klingen Wilh.) Den Posten des Liederwartes übernahm der Vereinswirt Ferdinand Thöne. Gleichzeitig wurde der 1. Sängerball geplant. Ein Ballkommitee wurde gewählt, es bestand aus Karl-Hans Burghagen, Ferdinand Hartmann und Ferdinand Thöne, Karl Quentin und Hermann Nolte. Der Vereinswirt forderte ein Eintrittsgeld von 1,- DM. Er begründete dieses damit, dass auf Grund mitgebrachter Getränke ein erheblicher Verdienstausfall entstehen würde Die in Henkelkörben mitgebrachte Brotzeit sollte um 23:30 Uhr gemeinsam verzehrt werden.
Schon damals zeigte sich, was bis heute erhalten geblieben ist,

Karl Elges


 
                                                 
"Geselligkeit, Frohsinn und Spaß"


nach dem Motto "wo man singt, da lass dich ruhig nieder , böse Menschen haben keine Lieder".
Die schon wieder aktiven Vereine des Ortes gratulierten dem MGV zu seiner Neugründung. So auch der Turn und Sportverein MTV Vernawahlshausen, dessen Glückwunschbrief noch erhalten ist. 


s. im  
 MGV- Museum

1951 wurde eine Tradition begründet, die bis heute besteht, alle 10 Jahre ein Gruppenbild der aktiven Sänger aufzunehmen.

Die Sänger des MGV 1951

Unter Reihe von links: Wilhelm Ackerhans, Ferdinand Thöne, Wilhem Fricke, Johannes Herbold, Karl Elges, Karl Freybott, Hermann Nolte,  August Nolte, Eduard Herbold.
Mittlere Reihe von links: Karl Quentin; Martin Henne, Karl Müller, Eduard Haberzettel, August Nolte, Hans Burghagen, Georg Henne, Fritz Niebur, Karl Nolte, Karl Herbold, Karl Pfeilsticker.
Obere Reihe von links: Karl Henne, Willi Henne, Willi Fricke, Willi Wißmann, Willi Elges, Karl-Heinz Freybott, August Jäger, Gustav Fricke, Ferdinand Hartmann, Wilhelm Fricke.

Der erste öffentliche Auftritt des Chores war 1949 vor dem Rathaus in Uslar. Dass erste Fest, an dem der MGV teilnahm, war das Sängerfest in Fürstenhagen am 26. Mai 1949. Es wurde extra ein Liederabend veranstaltet, um aus diesen Einnahmen den Sangesbrüdern, die den Festbeitrag von DM 1,50 nicht aufbringen konnten, die Teilnahme zu ermöglichen.
Zum ersten Bundessängerfest 1951 in Schoningen ging der Verein geschlossen auf Schusters Rappen über den Allenberg. Zum Sollinger- Sängerfest- Bundesfest im Juli 1952 in Adelebsen (die Zeiten haben sich gebessert) fuhr der MGV mit der Eisenbahn. Die Aktivitäten im Verein nahmen laufend zu, es wurden Maskenbälle, Wunschkonzerte und Theateraufführungen veranstaltet.
Auf der Generalversammlung im Januar 1953 wurde Johannes Herbold zum Ehrenvorsitzen gewählt.


Die Zeitungsberichte aus dem Jahr 1953 hatten die Überschrift:  Sangesfreudiges Dorf an der Oberweser

  • Vernawahlshausen. Trotz des dauernden Dirigentenwechsels konnte der Männergesangverein Eintracht im vergangenem Jahr schöne Erfolge verzeichnen.

  • Vernawahlshausen. Im Männergesangverein, der im Jahre 1861 gegründet wurde, spiegelt sich die Sangesfreudigkeit des Dorfes wider. Ob arm oder reich, das Leben des Vereins berührt in Vernawahlshausen jeden. So ist auch trotz seines Alters der Verein noch genau so jungendlich wie in seinen Anfangsjahren.

Die Harmonie im Verein wird auch durch das Gutachten von Prof. Paul Dehne aus dem Jahre 1954 wiedergegeben. Wenn Sie das Gutachten (Wertung) von 1954 einsehen möchten, klicken sie mit der Maus auf  den Text links.

Im Herbst 1957 stellte die Kündigung des Dirigenten, Lehrer Mundt, den MGV Eintracht vor ernste Probleme. Aus diesem Grund wurde eine außerordentliche Mitgliederversammlung einberufen. Nach dem alle Sänger versprachen, in Zukunft zahlreicher und pünktlicher zu den Singstunden zu erscheinen, erklärte Lehrer Mundt sich bereit, weiter zu dirigieren.

Ob dieses Versprechen eingelöst wurde, geht aus keinem Protokoll hervor. Fest steht jedoch, dass Herr Mundt zum 01.April.1958 die Dirigententätigkeit niederlegte.
Im gleichen Jahr wurde nach großer Debatte der Monatsbeitrag von DM 0,50 auf DM 0,75 angehoben. Der Wunsch des Vorstandes, den Beitrag auf DM 1,- zu erhöhen, konnte nicht verwirklicht werden.

"Eintracht" besteht bald 100 Jahre !

Das war die Überschrift der Hessischen Nachrichten im Januar 1958, und die Sangesbrüder wahren sich einig, der 100 jährige Geburtstag wird gefeiert.

Das Jahr 1958 ging als das "Dirigenten- Jahr"  in die Vereinsgeschichte ein.
Aus dem Jahresbericht vom 07. Januar 1959:

  • Der MGV ist im vergangenem Jahr wenig an der Öffentlichkeit getreten, dies sei in der Hauptsache darauf zurückzuführen, dass der Verein unter drei verschiedenen Dirigenten gesungen hat.

Das Jahr 1960 stand ganz im Zeichen der Vorbereitungen zum 100. Geburtstag des Männergesangverein Eintracht. Einen guten Griff gelang dem Verein mit der Verpflichtung des Dirigenten Paul Brinkmann.
s. Bild unten
 Ihm verdankt der Verein die Vertonung des Sängerspruches:

"Rein im Sang, treu im Wort,
 fest in Eintracht immerfort."

Unter diesem Motto stand auch die Vorbereitung für das Jubiläumsfest 1961.

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